Donnerstag, 26. Februar 2009

Tut das Not, dass das so raucht?

Wie bei den letzten zwei Flügen hier in den Süden auch, haben die beiden Triebwerke der 737-700 beim anwerfen gewaltig geraucht. Das scheint wohl, angesicht der Reaktionen der Passagiere, nämlich keine, normal zu sein, jedoch deshalb trotzdem nicht beruhigend. Bei Gelegenheit werde ich diesbezüglich Herrn CFM International darauf mal ansprechen.

(Überdimensionierter Staubsauger.)

Da ich ein umweltbewusster Mensch bin hatte ich, um das Startgewicht der Maschine auf ein Minimum zu reduzieren, vor Abflug die Bedürfnisanstalt aufgesucht. Das, meinen Hygieneansprüchen am nächsten kommende Urinal gefunden und angesteuert, ertönte aus einer der Kabinen lautes Gelächter. Die funkgerättypischen Laute und Verzerrungen zu dem Gelächter ließen darauf schließen, dass sich hinter der Kabinentür mindestens eine Person mit mindestens einem Funkgerät befand. Warum? Letztendlich kam ich zu dem Schluss, dass sich offensichtlich einige Wachmänner auf sämtliche Klos des Flughafengebäudes verteilt hatten um über Funk die Auswirkungen der Finanzkrise zu diskutieren. Ist doch logisch. Finanzkrise, beschissen, Klo.

Zhuhai, 25°C, 61% Luftfeuchtigkeit.

Beschriebener Lieferant war, anders als erwartet, alles andere als bockig. Ein Grund dafür ist sicher die Qualität der Gewerke, die im Großen und Ganzen doch sehr beachtlich ist, wenn man bedenkt, dass man hier immer noch in China ist.

(Verzinkter Stahl.)

Die von mir aufgezeigten Mängel wurden ohne Diskussion festgehalten und der Zeitraum zur Abarbeitung dieser sofort festgelegt. Sehr angenehm. So muss das Kunden-Lieferanten-Verhältnis sein. Das Einzige was meine Stimmung im Nachhinein ein wenig trübt ist die Tatsache, dass ich mir bei der Begutachtung der Gewerke, welche größtenteils im Freien gelagert werden, ein gehöriges UV-Erythem im Nacken geholt habe. Die Tatsache, dass man mir keinen Sonnenschirm angeboten hat, wird sich sicher nicht positiv auf meinen Bericht auswirken.

(Hier lässt sichs aushalten.)

(Das Meer. Hinter dem kleinen Berg liegt Hong Kong.)

(Die Sicht von meinem Hotelzimmer ist ok.)

Dienstag, 24. Februar 2009

Wo bleiben die bösen Mails?

Freunde von mir haben mir vor geraumer Zeit mal mit bösen Mails gedroht, wenn ich nicht bald mal wieder einen Eintrag hier posten würde. Um nicht andere Leser mit der Ungewissheit über die Zukunft meines Blogs weiter im Dunkeln zu lassen, habe ich mich heute, entgegen meines Vorhabens die angekündigten bösen Mails mit einem Eintrag hier zu beantworten, dazu entschlossen nicht weiter auf die diese bösen Mails zu warten. Aus dem eben genannten Grund übernehme ich somit selbstverständlich keine Verantwortung für den Verzug dieses Eintrags. Sollte es aufgrund dieses Verzuges zu Schäden gekommen sein, bin ich gerne bereit dadurch entstehende Ansprüche an beschriebene Freunde weiterzureichen.

Des Weiteren sei Spekulationen Zufolge die Überschrift/Eingangsfrage meines letzten Eintrags Grund für meine lange Schreibpause. Hier.

In der Zwischenzeit ist hier auf der anderen Seite der Welt natürlich einiges passiert. Ich habe einige Inbetriebnahmen und Qualitätsabnahmen hinter mir, einen Produktionsstart, genannt SOP, hinter mir, sehr viele skurrile Situationen überstanden, und das Nachtleben hier weiter über mich ergehen lassen.

Morgen werde ich meine nächste Dienstreise Richtung Süden antreten, wo ich eine Qualitätskontrolle und eine Ablieferungsprüfung bei unserem Lieferanten durchführen werde. Mich erwarten 25°C und ein bockiger Lieferant. Für diesen sind zwei Tage eingeplant. Den Samstag und Sonntag werde ich vorrausichtlich dafür nutzen meinen körperlichen Lieferanten, meinen Sinnesorganen, mit farbenfroher Flora, frischer Meeresluft, europäischer Musik, vergleichsweise hoher Luftfeuchtigkeit und portugiesischer Küche etwas Abwechslung und Erholung zu bieten.

(Einer der Wachen in einer unserer Hangars. Der macht den ganzen Tag nichts anderes.)

(Kommentarlos.)(Baustellensicherheit wird hier ganz groß geschrieben. 4-spurige Straße.)

(Zu Silvester werden die Feuerwerkskörper an jeder Straßenecke verkauft. Sowohl die Größe als auch die Wirkung mancher dieser Monetenverpuffer sind durchaus sehr beachtlich. Bei manchen dieser Geldvernichter könnte man sogar den Einsatz jenseits des Zivilen vermuten.)