Ich habe in den drei Tagen in Hong Kong mehr Ferraris, Lamborghinis und Bentleys gesehen wie in den 3 Jahren, in denen ich in Stuttgart gewohnt habe. Auf Hong Kong Island habe ich nicht einen Zigarettenstummel auf dem Boden entdeckt. Nicht ein Mensch hat in meiner Anwesenheit auf die Strasse gespuckt, genossen oder gehustet. Alle Taxis und Busse sowie ein Großteil der Autos auf Hong Kong Island fahren mit Gas. Alle öffentlichen Bedienflächen wie zum Beispiel im Aufzug der Hochhäuser werden min. alle 4 Stunden gereinigt (Sanatized every 4 hours). Es wird nicht bei rot gelaufen. Auf Hong Kong Island sind die Läden der Superreichen wie z.B. Louis Vuitton oder Prada so groß wie ein Karstadt bei uns in Deutschland.
Die Rede ist immer von Hong Kong Island. Das darf man nicht vergessen. Auf dem Festland sieht es vermutlich doch ein wenig anders aus. Ich hatte leider nicht die Zeit, Kowloon oder weitere Stadtteile auf dem Festland zu besichtigen. Samstagabend war ich nur für 2 Stunden auf Kowloon. Dort aber auch nur am Ufer um von dort aus die Lightshow der 12 höchsten Gebäude auf Hong Kong Island anzuschauen. Anschließend habe ich noch eine Stunde lang die Skyline von Hong Kong betrachtet. Einfach unbeschreiblich. Das kann kein Foto festhalten. Muss man selber gesehen haben. Mein Mund war nach diesen insgesamt zwei Stunden ausgetrocknet.
Die Preise in Hong Kong entsprechen dementsprechend der Optik der Stadt. Freitagabend waren wir aus. Das günstigste Bier welches wir konsumierten schlug mit 5 € zu buche. Das war Carlsberg. Nach oben gab es keine Grenze, was dazu geführt hat, dass nun mein Traum vom Eigenheim ganz schön weit in die Ferne gerückt ist. Komischerweise aber hat mich, trotz meiner schwäbischen Wurzeln, das Geldausgeben in Hong Kong in keinster Weise interessiert. Ob fünf, acht oder zwölf Euro für ein Bier, es war einfach geil. Dieser internationale Flair, der, vermute ich, in Hong Kong ziemlich einmalig sein dürfte hat mir irrsinnig gut gefallen.
Gewohnt habe ich bei Freunden von mir aus Namibia, im 58ten Stock auf Lantau Island. Auf dem Balkon im 58sten Stock zu stehen ist schon anders als auf dem Balkon Zuhause im 2. Stock. Auch das lässt sich nicht so richtig mit Worten beschreiben.
Sicher nicht das letzte mal, das ich in Hong Kong war.
Meine Heimreise verlief mehr oder weniger ruhig ohne Zwischenfälle mit der gleichen Maschine und der gleichen Crew wie am Freitag. Das essen war wieder äußerst pampös. Vorzüglich. Anfangs noch ein wenig amüsiert von den unzähligen Rülpsern um mich rum fing ich an gefallen dran zu finden und reihte mich als Sopranrülsper in das Orchester ein. Gegen Ende des Fluges bekam ich die 1. Stimme. Kurz vor der Landung schloss mein Sitznachbar das Konzert mit einem Rülpser, der sicher an den von Paul Hunn (unglaubliche 107.1 dB) aus dem Jahre 2008 rankam. Meinen Applaus verstand er nicht.
1 Kommentar:
he du pfeife, blog mal wieder
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