Am Flughafen haben meine Eltern und ich noch ein wenig rumgeblödelt :-). Auf dem Bild sieht man, wie mein Vater mir erklärt wie man mit dem manuellen Kompass meiner Mutter, den sie aus welchem Grund auch immer stets bei sich trägt, was anpeilt. Es war ein sehr schöner Abschied wie man sieht. Meine Caro hab ich Zuhause schon verabschiedet, da das am Flughafen zu hart gewesen wäre. Auch dieser Abschied bzw. das Abeschieds - wochenende war sehr sehr schön.
Mein 1. Flug war mit einer Maschine der British Aerospace (146-100 Narrowbody Jet) nach Kopenhagen, Flugzeit: 1:40. Gebaut in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts (glaube ich). Ganz geheuer war mir die Maschine jedenfalls nicht. Winzig und ranzig. Jedoch war der Service an Bord vorzüglich. Es gab was zum Trinken und was zum Essen. Als ich das Sandwich schon halb verschlungen hatte, musste ich feststellen, dass das eigentlich zwei Sandwichs aufeinander waren … zu spät, wech damit. Nach einer wirklich kaum merklichen Landung in Kopenhagen ist der Pilot mit kaum verringerter Landegeschwindigkeit ans Gate gerollt und hat dort dann umso heftiger gebremst. Wäre ich nicht angeschallt gewesen, wäre ich am Gate nicht mehr auf meinem Platz gesessen. Hat mir gut gefallen. Überrascht war ich von den Fluggästen, die zum Einen nach der Landung nicht geklatscht haben und zum Anderen sich tatsächlich, bis das Anschnallsignal erlosch, nicht von ihren Plätzen bewegten! In Kopenhagen angekommen musste ich mich ein wenig beeilen, da der Flug ca. 15 min Verspätung hatte und mein Anschlussflug nach Stockholm nur 50 min später losging. Flughafen Kopenhagen: wunderschön. Parkett, ruhig, angenehme Temperatur (empfand ich jedenfalls in den Minuten meines Aufenthalts dort), angenehme Atmosphäre.
Ca. 19:30 hab ich dann in Kopenhagen geboarded. Los ging es dann in einer Maschine der Firma Mc Donell Douglas (MD-80 Narrowbody Jet). Ebenfalls gefühlte 60 Jahre alt. Einstieg war über die Fronttür. Mein Platz befand sich selbstverständlich in der zweitletzten Reihe. Dort angekommen (nicht so leicht in diesen Narrowbody Jets) erfreute mich die Tatsache, dass ich einen Platz zwischen zwei sehr attraktiven, offensichtlich schwedischen (blonde Haare) Mütter hatte. Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer, da ich bald darauf aus dem Fenster blickte und feststellen musste, dass ich genau zwischen den zwei Turbinen saß. Die Außenhaut dieses Uralten Fliegers zwischen mir und den zwei JT8D Triebwerken der Firma Patt & Whitney aus den 80er Jahren stellte so gut wie keine Barriere für den Schall dar. Somit war ich den ganzen Flug damit beschäftigt mir zu überlegen mit welcher Drehzahl die Turbinen wohl gerade betrieben wurden und wie schnell dabei die Umfangsgeschwindigkeit der äußersten Turbinenblätter wären. Zudem hielten die Flugbegleiterinnen, dessen Haltbarkeitsdatum als Flugbegleiterinnen meiner Ansicht nach weit in der Vergangenheit lag, mich für einen Schweden. Jedenfalls quatschten die mich auf Schwedisch voll. Auf diesem Flug gab es gar nichts, aber auch rein gar nichts, was man hätte umsonst bekommen können. Ich hatte nach einem Glas Wasser gefragt, aber selbst das hätte mich x Kronen gekostet … Frechheit wie ich finde! Der Kapitän dieser Maschine war offensichtlich der Meinung, dass eine Landung von jedem Fluggast bis in den letzten Wirbel gespürt werden müsste. Er nahm den Schub raus und knallte die Maschine auf die Landebahn, sodass ich für einen kurzen Moment mein Herz in der Hüfte gespürt habe. Dilettant!
So, Rest kommt morgen. Bin ja schließlich erst in Stockholm …
1 Kommentar:
Stockholm?! Steig um, du wolltest doch nach Dings, China!
-Matze
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